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	<title>Förderkreis Friedhof Bergedorf e.V.</title>
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		<title>Was wir bisher erreicht haben</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 17:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gründung des Förderkreises Friedhof Bergedorf liegt jetzt etwa ein dreiviertel Jahr zurück. Wir meinen, es lohnt sich bereits, einen ersten Rückblick zu wagen. Im Frühjahr 2010 hatten die Bergedorfer Bestatter zu einem Pressetermin geladen. Es bestand zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung, Mängel in der Ausstattung und offensichtliche Missstände im Erhalt der Bausubstanz der beiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gründung des Förderkreises Friedhof Bergedorf liegt jetzt etwa ein dreiviertel Jahr zurück. Wir meinen, es lohnt sich bereits, einen ersten Rückblick zu wagen.</p>
<p><img class="alignright" title="Kapelle 1" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP8037.JPG" alt="" width="133" height="200" /></p>
<p>Im Frühjahr 2010 hatten die Bergedorfer Bestatter zu einem Pressetermin geladen. Es bestand zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung, Mängel in der Ausstattung und offensichtliche Missstände im Erhalt der Bausubstanz der beiden Bergedorfer Friedhofskapellen, über die Presse einer größeren Öffentlichkeit bewusst zu machen, um damit eine Änderung zu forcieren.<span id="more-738"></span></p>
<p>Die kritisierten Missstände zeigen sich in der Regel nur denjenigen, die an Abschiedsfeiern von Verstorbenen teilnehmen. Sie und insbesondere die Angehörigen müssen leider  feststellen, dass Sauberkeit und äußerliches Erscheinungsbild weder als „gepflegt“ bezeichnet werden können, noch dass es Zugänge für Gebrechliche und Einrichtungen für Körperbehinderte gibt. Als Zahlungsverpflichtete der (regelmäßig steigenden) Gebühren für die Nutzung der Kapellen, haben sie aber genau darauf einen Anspruch.</p>
<p>Die Friedhofsverwaltung beklagte stets fehlende Budgets.</p>
<p>Die Bestatter sind betroffen, da sie den jeweiligen Rahmen einer Abschiedsfeier so schön und unvergesslich wie möglich gestalten möchten, jedoch regelmäßig an die Grenzen stoßen.</p>
<p>Die Resonanz auf die Presseartikel war beachtlich. Es gab Leserbriefe, Anrufe und Zuschriften. Und es gab Angebote von interessierten Bürgern, sich engagieren zu wollen. Das Interesse an einem gemeinnützigen Friedhofsverein, der sich der o.a. Themen im Speziellen und der Friedhofskultur in Bergedorf im Allgemeinen annehmen würde, war gewaltig.</p>
<p>Natürlich hat sich auch die Politik und Verwaltung von dem Vorstoß beeindrucken lassen. So war schnell bekannt, dass finanzielle Mittel für die unter Denkmalschutz stehende Kapelle 1 beantragt und genehmigt werden sollten. Es war – wie es hieß – seit längerem geplant, den Innenanstich zu erneuern, dieses konnte jedoch in den letzten Jahren nicht erfolgen, weil bei einer Begehung festgestellt werden musste, dass bei früheren Sanierungsmaßnahmen ungeeignetes Dämmmaterial verbaut wurde. Es zeigte sich, dass Feuchtigkeit daher eher angezogen als abgewiesen wurde. Ein neuer Innenanstrich hätte also bislang keinen Sinn gehabt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kapelle 1" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP8039.JPG" alt="" width="390" height="259" /><img class="aligncenter" title="Kapelle 1" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP8043.JPG" alt="" width="390" height="259" /></p>
<p>Inzwischen haben das Bezirksamt Bergedorf und das Denkmalschutzamt der Freien und Hansestadt Hamburg für die Sanierung der Kapelle 1 einen Betrag von annähernd  € 150.000,- budgetiert. Mit Freude können wir mittlerweile feststellen, dass die Bauarbeiten begonnen haben. Kapelle 1 ist derzeit gesperrt, weil das Dach erneuert wird. Wir sind gespannt, welche Maßnahmen noch durchgeführt werden.</p>
<p><strong>Kapelle 2: Die Pflasterarbeiten sind abgeschlossen</strong></p>
<p>Bereits im Herbst ist der gesamte Zugangsbereich vor der Kapelle 2 komplett neu gepflastert worden. Die Platten, mit denen der Weg und der Vorplatz belegt war, sind entfernt worden. Ebenso die die Stufen. Heute liegen hier schöne, farblich differenzierte, Natursteinplatten.</p>
<p><strong>Abschiedsraum: Offen für alle</strong></p>
<p>Die Aktivitäten des Fördervereins Friedhof Bergedorf sind nicht überall auf Gegenliebe gestoßen. Im Fall des Abschiedsraumes auf dem Friedhof Bergedorf hatten sich Politiker der Bezirksversammlung Bergedorf mit dem Hinweis an den Verein gewandt, dass der Friedhof über eine einmalige Einrichtung verfügt, die aber seit ihrer Einrichtung praktisch im Dornröschenschlaf liegt. Gemeint ist der Abschiedsraum, der vor ca. fünf Jahren u.a. vom ehemaligen Ersten Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust, für muslimische Abschiedsfeiern eingeweiht wurde.</p>
<p>Mit der Schura – dem Rat der islamischen Gemeinden in Hamburg e.V. hatte der Senat seinerzeit vereinbart, Bestattungen auch entsprechend muslimischer Riten zu ermöglichen. Konkret ist es erlaubt, abweichend von der üblichen Sargpflicht, Verstorbene ohne Sarg im Leichentuch mit Ausrichtung nach Mekka beizusetzen.</p>
<p>Für rituelle Waschungen und Abschiedszeremonien wurde eine ehemalige Turnhalle mit angrenzenden Räumen auf dem heutigen Gelände des Friedhofes an der August-Bebel-Straße funktional und wunderschön hergerichtet. Doch leider geriet diese Einrichtung offensichtlich in vollkommene Vergessenheit, denn seit der Einweihung sind die Räumlichkeiten so gut wie nie benutzt worden.</p>
<p>Der vom Förderverein aufgegriffene Wunsch, diesen Abschiedsraum nicht nur Muslimen, sondern auch allen Familien (unabhängig von Konfession oder Religionszugehörigkeit) für Abschiedsfeiern zu öffnen, führte zu einem entsprechenden parteiübergreifenden, einstimmigen Beschluss in der Bezirksversammlung Bergedorf.</p>
<p>Leider hat sich allerdings danach nichts Entscheidendes verbessert. Zwar ist der Eingangsbereich von den in unmittelbarer Nachbarschaft ansässigen Alstergärtnern frei geräumt worden, jedoch haben bislang noch keine Abschiedsfeiern stattfinden können.</p>
<p>In einer Sitzung des zuständigen Grünausschusses der Bezirksversammlung – zu der u.a. Förderverein geladen war – wurde das vom Förderverein erbetene Nutzungskonzept deswegen verworfen (bzw. nicht diskutiert), weil die Friedhofsverwaltung Probleme hat, eine Gebührenordnung und einen Belegungsplan zu entwickeln. Es ist daher bis heute ungeklärt, wie und von wem die Nutzungszeiten vergeben werden und wer die Schlüsselgewalt übernimmt. Eine Begründung liegt in der Personalknappheit des Amtes.</p>
<p>In der genannten Ausschusssitzung wurde offenbar, dass moslemische Institutionen in Bergedorf vor der Beschlussfassung der Bezirksversammlung nicht involviert waren. Die türkisch-islamische Gemeinde in Bergedorf (die übrigens kein Mitglied der Schura ist), fühlte sich übergangen. Die Presse titelte deswegen über den Förderverein: „Der Verein, der Ärger macht“.</p>
<p><strong>Bergedorfer Friedhof: Schützenswertes Kulturgut</strong></p>
<p>Die Beantragung der Gemeinnützigkeit unseres Fördervereins beim Finanzamt hat zutage gebracht, dass der in der Satzung angegebene Vereinszweck „Förderung der Friedhofskultur“ seit 2009 nicht mehr als gemeinnützig anerkannt wird. Grund: Eine Änderung im Gemeinnützigkeitsrecht § 52 Absatz 2. Die Kriterien für gemeinnützige Tätigkeiten wurden im vorigen Jahr von der Finanzbehörde enger umrissen. Somit gelten Friedhöfe nicht grundsätzlich als gemeinnützig förderungswürdig.</p>
<p>Der Friedhof Bergedorf gilt laut Denkmalschutzbestimmung bislang nicht in seiner Gesamtheit als denkmalgeschützt, sondern lediglich einzelne Bauwerke und Einrichtungen. (Konkret: Kapelle 1, das Tor zum Friedhof und andere Einrichtungen). Eine genaue Auflistung über „andere Einrichtungen“ ist allerdings auf Nachfrage bisher beim Denkmalschutzamt nicht aufgefunden worden.</p>
<p>Folglich hätten wir jetzt unsere Satzung entsprechend ändern und spezialisieren müssen.</p>
<p>Der Vorstand des Vereins hat auf seiner letzten Sitzung beschlossen, die Satzung nicht zu ändern. Daher können bislang keine Spenden entgegen genommen werden.</p>
<p>Stattdessen haben wir uns vorgenommen, öffentlich wirksam dafür einzutreten, dass „Friedhofskultur“ nicht aus fiskalischen Gründen abgeschafft werden kann und darf.</p>
<p>Schließlich basiert unsere – wie jede andere (Kultur-)Gesellschaft &#8211; auf dem Andenken der Vorfahren. Das Bewahren von Erinnerungen an die Menschen, die vor uns gelebt haben, findet statt in Museen, in Kirchen, im Fernsehen und vor allem auf Friedhöfen.</p>
<p>Für uns ist unverständlich, dass eine Oberfinanzbehörde Friedhöfe nicht mehr grundsätzlich als förderungswürdig betrachtet und damit das Thema Tod weiterhin tabuisiert wird.</p>
<p>Einige Denkanstöße und positive Aktivitäten haben wir in verschiedenen Ämtern beobachten können.</p>
<p>Unserem Ziel, den Friedhof in seiner Gesamtheit als Kulturdenkmal schützen zu lassen, sind wir bereits einen erheblichen Schritt vorangekommen.</p>
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		<title>Barrierefrei Abschied nehmen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 11:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Positiv hervorzuheben ist die Barrierefreiheit der Zugänge zu den Abschiedsräumlichkeiten, die sonst auf dem gesamten Bergedorfer Friedhof kaum gegeben sind. In besagtem Gebäude befindet sich etwa die einzige für Rollstuhlfahrer zugängliche Toilettenanlage auf dem Friedhof. Zwar gibt es weitere Einrichtungen, diese sind jedoch nur über Stufen zu erreichen oder verfügen über zu schmale Türen. Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Positiv hervorzuheben ist die Barrierefreiheit der Zugänge zu den  Abschiedsräumlichkeiten, die sonst auf dem gesamten Bergedorfer Friedhof  kaum gegeben sind. In besagtem Gebäude befindet sich etwa die einzige  für Rollstuhlfahrer zugängliche Toilettenanlage auf dem Friedhof. Zwar  gibt es weitere Einrichtungen, diese sind jedoch nur über Stufen zu  erreichen oder verfügen über zu schmale Türen. Für einen öffentlichen  Ort, der für jeden zur Abschiednahme da ist, ist der status quo nicht  hinnehmbar. Nicht nur fehlende behindertengerechte sanitäre  Einrichtungen sondern auch diverse andere Barrieren (s. Abb.) bedürfen  einer Veränderung.<span id="more-538"></span></p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/DSC03443.jpg"><img title="DSC03443" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/DSC03443-300x200.jpg" alt="Hochstehende Abflusssiebe und Gehwegplatten gefährden die Besucher.&lt;br&gt;Unten: Nicht barrierefreie WC-Anlagen auf dem Bergedorfer Friedhof." width="300" height="200" /></a></p>
<p><em>Oben: Hochstehende Abflusssiebe und Gehwegplatten gefährden die Besucher. <br />
 Unten: Nicht barrierefreie WC-Anlagen auf dem Bergedorfer Friedhof.</em></p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/begehung1.jpg"><img title="Begehbarkeit, 1" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/begehung1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p>Mit der Öffnung des Abschiedsraumes würde die Abschiednahme am  offenen oder geschlossenen Sarg in einer hindernislosen Umgebung somit  möglich gemacht werden. Durch eine Freigabe der vorhandenen  Räumlichkeiten für alle Trauernde <a href="#fussnote">[1]</a> würden auch wieder die bislang unzugänglichen aber barrierefreien  Sanitäranlagen für alle geöffnet werden &#8211; somit wäre eine  behindertengerechte Abschiedsstätte schon vollständig gegeben und müsste  nicht erst geschaffen werden.</p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/DSC03438.jpg"><img title="DSC03438" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/DSC03438-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><em>Oben: Der barrierefreie Zugang zu den Abschiedsräumen.<br />
 Unten: Stufen hindern bspw. Rollstuhlfahrer am mühelosen <br />
 Zugang zur Kapelle 1 <br />
 </em></p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/begehung2.jpg"><img title="Begehbarkeit, 2" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/begehung2-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a></p>
<p><small><a name="fussnote">[1]</a> aus gegebenem  Anlass möchten wir an dieser Stelle besonders betonen, dass eine  Öffnung des Abschiedsraumes auch für nicht-muslimische Trauernde (s.  Antrag auf Nutzungserweiterung nach Bezirksbeschluss) keine  Einschränkung für die Nutzung durch die muslimische Gemeinde bedeuten  würde.</small></p>
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		<title>Es ist aufgeräumt!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 11:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Friedhofsbegehung am Montag stellten die Mitglieder des Förderkreises erfreut fest, dass das Gelände  um den jetzigen muslimischen Abschiedsraum gefegt und freigeräumt wurde. Der vorher verschlossene Durchgang zum Hinterhof ist wieder für Bestattungswagen befahrbar und auch auf der Zuwegung bleibt Trauernden nun der Anblick weniger pietätvoller Details erspart. Eine erfreulich schnelle Entwicklung für alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Friedhofsbegehung am Montag stellten die Mitglieder des  Förderkreises erfreut fest, dass das Gelände  um den jetzigen  muslimischen Abschiedsraum gefegt und freigeräumt wurde. Der vorher  verschlossene Durchgang zum Hinterhof ist wieder für Bestattungswagen  befahrbar und auch auf der Zuwegung bleibt Trauernden nun der Anblick  weniger pietätvoller Details erspart. Eine erfreulich schnelle  Entwicklung für alle Menschen, die diese Räumlichkeiten nutzen.<span id="more-535"></span></p>
<div>
<dl id="attachment_410">
<dt>Vorher&#8230;</dt>
<dt><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5037.jpg"><img title="IMGP5037" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5037-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></dt>
</dl>
</div>
<div>
<dl id="attachment_460">
<dt>&#8230; nachher.</dt>
<dt><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/DSC03430.jpg"><img title="DSC03430" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/DSC03430-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
</dl>
</div>
<div>
<dl id="attachment_408">
<dt>Vorher&#8230;</dt>
<dt><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5032.jpg"><img title="IMGP5032" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5032-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></dt>
</dl>
</div>
<div>
<dl id="attachment_460">
<dt>&#8230; nachher.</dt>
<dt><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/Zwischenablage01.jpg"><img title="Gang" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/Zwischenablage01-185x300.jpg" alt="" width="185" height="300" /></a></dt>
</dl>
</div>
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		<title>Friedhofsverein sorgt für Ärger</title>
		<link>http://friedhof-bergedorf.de/allgemein/friedhofsverein-sorgt-fur-arger</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 11:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedhofsverein sorgt für Ärger (Artikel in der BZ 29 Juni 2010) Wir nennen uns Förderkreis Friedhof Bergedorf und sorgen für Ärger? Die ehemals nur für muslimische Bürger gedachten Trauerräume für alle Glaubensrichtungen und Kulturen zu öffnen, ist ein offizieller Bezirksbeschuss, der am 29. Mai in der Bergedorfer Bezirksversammlung einstimmig beschlossen und veröffentlicht wurde. Durch diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Friedhofsverein sorgt für Ärger (Artikel in der BZ 29 Juni 2010)</span></strong></p>
<p>Wir nennen uns Förderkreis Friedhof Bergedorf und sorgen für Ärger?</p>
<p>Die ehemals nur für muslimische Bürger gedachten Trauerräume für alle  Glaubensrichtungen und Kulturen zu öffnen, ist ein offizieller  Bezirksbeschuss, der am 29. Mai in der Bergedorfer Bezirksversammlung  einstimmig beschlossen und veröffentlicht wurde. Durch diesen Beschluss  wurde die Bezirksverwaltung beauftragt, sich um die Öffnung der  Räumlichkeiten für alle Religionen zu kümmern.</p>
<p>Schade ist, dass nun ein Förderkreis, der gerade Mal am 19.05.2010  ins Vereinsregister eingetragen wurde, ins Kreuzfeuer genommen wird. Ein  Förderverein, der Gutes tun will – für Trauernde aller Religionen und  für Bergedorfer Bürger in Zusammenarbeit mit der Verwaltung.<span id="more-531"></span></p>
<p>Wir begrüßen den Vorstoß der Muslime und gehen davon aus, dass auch  Ihnen der bisherige Zustand der Räumlichkeiten und der dazugehörigen  Umgebung unbekannt ist bzw. war.</p>
<p>Die umstrittenen Räumlichkeiten wurden über Jahre nicht genutzt und  rundherum beginnt der Zustand bedenklich zu werden. Fast 6 Jahre  ungenutzte Räumlichkeiten ohne Pflege &#8211; das hinterlässt Spuren!</p>
<p>Würden zum heutigen Tage Muslime die aktuellen Räumlichkeiten für  einen Abschied nutzen wollen, wären sie mit Sicherheit erschrocken wenn  nicht schockiert &#8211; und hätten einen offensichtlichen Grund zur Empörung.  Wir sind uns sicher, dass niemand – unabhängig seiner Religion – in  diesen eigentlich neuen, aber fast nie benutzten Räumen und so  heruntergekommener Umgebung, Abschied von seinen Angehörigen nehmen  möchte.</p>
<p>Aus diesem Grund stellen wir Ihnen hier Fotos der besagten  Räumlichkeiten zur Verfügung. Die hohen Summen für den Bau, der  politische Einsatz und im Gegenzug die Verwahrlosung des Gebäudes stehen  sich gegenüber und sind nun ans Tageslicht gefördert worden.</p>
<p>Cengiz Yagli, der sich damals vor allem für das Gebäude und das  muslimische Gräberfeld auf dem Friedhof eingesetzt hat, erklärte, dass  sich eine Nutzung durch muslimische Trauernde erst noch etablieren  müsse. Die jetzige Generation sei noch nicht bereit, sich hier beerdigen  zu lassen und würde eine Beisetzung in ihrer Heimat noch bevorzugen. Um  diese Räumlichkeiten für die zweite oder dritte Generation erhalten zu  können, ist dringender Handlungsbedarf von Nöten, wie unsere Fotos  belegen.</p>
<p>Ganz offensichtlich gibt es ein großes Interesse an einer häufigen  Nutzung der Abschiedsräume, das zeigen die Rückmeldungen der Bergedorfer  Bürger. Das Telefon steht hier kaum still; es sind Menschen aller  Religionen, Menschen mit Verlusten, Menschen mit Idealen, die helfen  wollen, positiv verändern wollen, denen Ihre Verstorbenen wertvoll sind.  Bergedorfer Bürger, denen der Friedhof, ihr Bergedorf wertvoll ist.  Ohne eine Bekanntmachung der Möglichkeiten auf dem Bergedorfer Friedhof  durch den Förderkreis, stünden die Räumlichkeiten wohlmöglich noch  jahrelang „unentdeckt“ leer und ungenutzt. Es geht hier also keinesfalls  um die Beschneidung der Rechte, sondern lediglich um eine  Nutzungserweiterung und die Integration aller Gruppen.</p>
<p>Hamza Yilmaz, Vorstand der Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde,  wirft zudem in dem Artikel der Bergedorfer Zeitung vom 29. Juni 2010  auf, dass die speziellen Waschräume im Gebäude einmalig in Hamburg seien  und Muslime ein Anrecht auf derartige Räume hätten.<br />
 Dieser Aussage stehen wir sehr positiv gegenüber. Wir freuen uns  ebenfalls, dass mit diesen Räumlichkeiten auf dem Bergedorfer Friedhof  etwas noch einzigartiges in Hamburg angeboten werden kann. Anzumerken  ist jedoch, dass, sofern jeder Religion diese Räume zur Verfügung  stehen, eine Nutzung der Wasch- und Abschiedsräume durch Muslime  weiterhin gewährleistet sein wird. Durch die Bekanntmachung der  Möglichkeiten könnte diese Stätte ein Anzugspunkt für Trauerfeiern der  Moslems unserer Stadt werden.</p>
<p>Behinderte fordern behindertengerechte Zugänge zu Kapellen, es fehlen  behindertengerechte  geöffnete Toiletten und für die wunderschöne  Kapelle 1, die zudem unter Denkmalschutz steht, wird Geld für einen  Innenanstrich und Licht benötigt. Nicht zu bestreiten ist, dass die  Räumlichkeiten in Vergessenheit geraten waren, auch in der muslimischen  Gemeinde. Vielleicht ändert sich dieses jetzt durch diesen  Presseartikel. Zu betonen ist außerdem, dass wir ein Förderverein des  Friedhofs Bergedorf sind und dieser Ort zeichnet sich nun mal aus durch  Bestattungsplätze für alle Religionen. Dieser Friedhof ist ein Ort, der  alle Themen des Lebens berührt. Es ist Ort ein für trauernde Russen, für  Polen, für unsere totgeborenen Kinder, für unsere Kinder, für gefallene  Soldaten, für wichtige Bergedorfer Persönlichkeiten, für Christen, für  Nichtreligiöse, für alle Menschen, die um einen Menschen trauern.</p>
<p>Hier im Förderverein vertritt kein Bestatter eigene, berufliche  Interessen, sondern es setzen sich Menschen aller Altersgruppen und  Religionen in diesem Förderkreis für eine gepflegte und würdige  Friedhofskultur ein.</p>
<p>Wie oben bereits erwähnt, fehlt es dem Bezirk leider an Geld (siehe  auch Presseartikel) für die Pflege der Kapellen. Bei Kapelle 2 wird  sogar von „Abriss“ gesprochen &#8211; unter eben dieser Kapelle 2 liegt jedoch  die Kühlung, der „Versorgungsort“ für Verstorbene. Unsere Verstorbene  werden also an einem Ort versorgt bzw. verabschiedet, den der Bezirk nur  durch „Abriss“ verändern, retten, pflegen kann? Es gibt auf dem  Bergedorfer Friedhof keinen würdigen Wasch- oder Abschiedsraum für einen  offenen Abschied, geöffnet für alle Religionen. <br />
 Zunehmend bieten daher Bestatter in näherer Umgebung ihre  Räumlichkeiten für einen offenen Abschied oder für eine Waschung an –  gegen Bezahlung. Kann dieser Zustand tatsächlich für den Bezirk  Bergedorf und für die Hansestadt Hamburg, für die Bürger in und um  Bergedorf eine Lösung sein?<br />
 Wir möchten mit der muslimischen Gemeinde und dem Bezirk Bergedorf bzw.  der Verwaltung an einer gemeinsamen Lösung arbeiten, die für alle die  Türen öffnet. Daher hat der Förderkreis Friedhof Bergedorf den Beschluss  der Bezirksversammlung begrüßt und ist bereit, mit der Verwaltung zu  kooperieren.</p>
<p>Wir sind der Meinung, dass kein Friedhof, keine muslimische Gemeinde,  kein Mensch den jetzigen Zustand als akzeptabel hinnehmen kann!﻿</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Der Verein hat folgende Ziele:</span></p>
<p>- Pflege und Erhalt aller Kapellen<br />
 &#8211; Erhalt wertvoller Grabkulturen<br />
 &#8211; Erhalt und Pflege eines Kulturgutes für alle Religionen, Näheres lesen Sie in unserer Satzung.</p>
<p><em>„Es sind die Lebenden die den Toten die Augen schließen, es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.„</em></p>
<p>In diesem Sinne begrüßen wir eine Zusammenarbeit mit allen Kulturen und der zuständigen Verwaltung des Bezirks Bergedorf.</p>
<p>In und mit der Trauer sind wir alle im Herzen gleich, unsere Tränen  fließen und wir wünschen unabhängig aller Religionen unseren  Verstorbenen einen respektvollen Umgang und dazu gehört auch eine  respektvolle Umgebung.</p>
<p><strong><em>Trauer geht uns ALLE an!<br />
 In diesem Sinne<br />
 Von Mensch zu Mensch!</em></strong></p>
<p><em>Zum Leben gehört das Sterben und das Sterben gehört zum Leben!</em></p>
<p>1. Vorsitzende des Fördervereins Regina Koop</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Fotos der Räumlichkeiten</strong></p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5037.jpg"><img title="IMGP5037" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5037-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Blick in den Gang vom Eingang des Gebäudes</p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5034.jpg"><img title="IMGP5034" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5034-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Eingangstür zu den Räumlichkeiten</p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5032.jpg"><img title="IMGP5032" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5032-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Direkt neben dem Eingang in den Abschiedsraum</p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5029.jpg"><img title="IMGP5029" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5029-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Zustand der Decken</p>
<p><a href="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5030.jpg"><img title="IMGP5030" src="http://friedhof-bergedorf.de/wp-content/uploads/IMGP5030-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
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