Barrierefrei Abschied nehmen
Positiv hervorzuheben ist die Barrierefreiheit der Zugänge zu den Abschiedsräumlichkeiten, die sonst auf dem gesamten Bergedorfer Friedhof kaum gegeben sind. In besagtem Gebäude befindet sich etwa die einzige für Rollstuhlfahrer zugängliche Toilettenanlage auf dem Friedhof. Zwar gibt es weitere Einrichtungen, diese sind jedoch nur über Stufen zu erreichen oder verfügen über zu schmale Türen. Für einen öffentlichen Ort, der für jeden zur Abschiednahme da ist, ist der status quo nicht hinnehmbar. Nicht nur fehlende behindertengerechte sanitäre Einrichtungen sondern auch diverse andere Barrieren (s. Abb.) bedürfen einer Veränderung.
Oben: Hochstehende Abflusssiebe und Gehwegplatten gefährden die Besucher.
Unten: Nicht barrierefreie WC-Anlagen auf dem Bergedorfer Friedhof.
Mit der Öffnung des Abschiedsraumes würde die Abschiednahme am offenen oder geschlossenen Sarg in einer hindernislosen Umgebung somit möglich gemacht werden. Durch eine Freigabe der vorhandenen Räumlichkeiten für alle Trauernde [1] würden auch wieder die bislang unzugänglichen aber barrierefreien Sanitäranlagen für alle geöffnet werden – somit wäre eine behindertengerechte Abschiedsstätte schon vollständig gegeben und müsste nicht erst geschaffen werden.
Oben: Der barrierefreie Zugang zu den Abschiedsräumen.
Unten: Stufen hindern bspw. Rollstuhlfahrer am mühelosen
Zugang zur Kapelle 1
[1] aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle besonders betonen, dass eine Öffnung des Abschiedsraumes auch für nicht-muslimische Trauernde (s. Antrag auf Nutzungserweiterung nach Bezirksbeschluss) keine Einschränkung für die Nutzung durch die muslimische Gemeinde bedeuten würde.
Veröffentlicht unter: Allgemein am 09.08.2010





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